Praxis für Psychotherapie - Ursula Bergmann

Praxis für Psychotherapie
und Coaching

Ursula Bergmann
Heilpraktikerin für Psychotherapie

Psychotherapie

Bei der Psychotherapie ist das Ziel, psychische Beschwerden zu behandeln, denen bestimmte Diagnosen zugeordnet werden können, z.B. Depressionen, Anpassungsstörungen, Angststörungen, Reaktionen auf schwere Belastungen oder Zwänge. Bei der Wahl des psychotherapeutischen Verfahrens berücksichtige ich Ihre individuelle Ausgangsposition und Ihr gewünschtes Ziel. Im Einzelfall lassen sich die nachfolgenden Verfahren in ihrer Methodik miteinander verbinden und können so schnell und gezielt zum Erfolg führen.


Lösungsorientierte Kurzzeittherapie

Dieses psychotherapeutische Verfahren wurde in den 1970er Jahren als eine Art Gegenreaktion auf die zuweilen dominierende Problem-Schwere in den klassischen Behandlungsansätzen der Psychotherapie entwickelt. Bei dieser Methode steht somit nicht die Frage nach der Ursache eines Problems oder eines Konfliktes im Mittelpunkt, sondern der Blickwinkel ist konsequent auf die Gegenwart und die Zukunft gerichtet und konzentriert sich auf die Faktoren, die zur gewünschten Lösung führen können.

Selbstverständlich wird der Geschichte des Problems ausreichende Beachtung geschenkt; dies jedoch nur in dem Maße, als es dem Therapeuten hilft, Wege und Strategien zum Erreichen der Lösung aufzuzeigen. Auf Seiten des Klienten ist daher notwendig, dass er bereits eine Idee – oder zumindest eine Wunschvorstellung – hat, wie die Lösung des Problems oder das Ziel aussehen sollte. Mit ihm zusammen entwickelt der Therapeut dann eine Perspektive, wie anhand selbst entwickelter Schritte die angestrebte individuelle Lösung im Alltag umgesetzt werden kann. Von Entscheidung ist dabei für den Klienten, sich immer mehr auf die eigenen Kompetenzen und Stärken zu verlassen, so dass sich die Perspektive während des Umsetzungsprozesses immer mehr weg von der Unabänderlichkeit des Problems und hin zum Erreichen des erwünschten Zieles festigen kann. Aufgrund des konkreten therapeutischen Handlungskonzeptes und der aktiven Mitarbeit des Klienten eignet sich dieser lösungsorientierte Denk- und Handlungsansatz sehr gut für eine Kurztherapie, die im Durchschnitt 3 - 5 Sitzungen umfasst.


Interpersonelle Psychotherapie (IPT)

Die Interpersonelle Psychotherapie stellt ein Verfahren dar, das Ende der 1960er Jahre ursprünglich für die akute Depressionsbehandlung entwickelt worden war. Da sie sich im praktischen Einsatz sehr schnell bewährte, erweiterte sich in den letzten Jahrzehnten ihr Anwendungsspektrum, so dass sie in jeweils modifizierter Form auch bei anderen psychischen Störungen (z.B. Essstörungen, Depressionen bei Jugendlichen und in der Schwangerschaft oder im Wochenbett) angewandt wird.

Die IPT beruht – wie viele andere Verfahren auch - auf der Annahme, dass es zwischen psychischem Leid und einem aktuellen Lebensereignis (z.B. Beziehungskonflikt, berufliche Probleme, Umzug, Trauer, Rollenveränderungen) einen Zusammenhang und in Folge auch eine Wechselwirkung gibt. Der Schwerpunkt dieser Therapiemethode liegt jedoch weniger auf der Frage, welche Aspekte ursächlich an dem Leid beteiligt sind, sondern sie setzt ausdrücklich an den zwischenmenschlichen Beziehungen an, da diese für den Verlauf und die Therapie einer depressiven Störung erwiesenermaßen eine Schlüsselrolle innehaben.

Das therapeutische Vorgehen ist auch hier auf die Gegenwart und die Zukunft gerichtet mit den drei Zielen ...

  • die depressive Symptomatik (z.B. Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, sozialer Rückzug, Schlafstörungen) zu verringern,

  • die zwischenmenschlichen Handlungsmuster und Kommunikationsstrategien dahingehend zu verändern, dass eine zufriedenstellendere Bewältigung des Problems herbeigeführt werden kann,

  • emotionale Belastungen zu bearbeiten, die aufgrund von Lebensveränderungen, Isolation, Verlust oder konflikthaften Beziehungen entstanden sind.

Aufgrund der nachgewiesenen Wirksamkeit gehört die IPT in Deutschland zu den vier häufigsten Psychotherapieverfahren in der klinischen Behandlung der Depression. Mit ihrem hoch strukturierten Verfahren zählt sie ebenfalls zu den Kurztherapien und umfasst dabei ca. 8 – 10 Sitzungen.


Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers

Die Gesprächspsychotherapie gehört zu den Verfahren der humanistischen Psychotherapie und zeichnet sich weniger durch die Anwendung bestimmter therapeutischer oder pädagogischer „Techniken“ aus, sondern durch eine bestimmte Grundhaltung seitens des Therapeuten. Der humanistischen Psychologie liegt ein eigenes Menschenbild zugrunde, nach dem der Mensch im Grunde selbst weiß, was für ihn gut und richtig ist, um in Zufriedenheit mit sich selbst und mit anderen zu leben.

Äußere Einwirkungen jedoch beeinflussen zuweilen Werte und Einstellungen, die den individuellen, ureigensten Bedürfnissen eigentlich widersprechen, oder Erfahrungen werden anders bewertet, als es der eigenen Entwicklung förderlich wäre.

Diese Diskrepanz zwischen dem eigenen Selbstbild und der aufgrund von Fehlanpassungen entstandenen Fassade bedeutet oftmals eine innere Zerrissenheit, die Ausdruck in verschiedensten körperlichen oder psychischen Beschwerden findet und einen erheblichen Leidensdruck mit sich bringen kann.

Die Aufgabe des Therapeuten besteht darin, diese Diskrepanzen im inneren Erleben und Verarbeiten aufzuspüren und die Selbstwahrnehmung des Betroffenen zu stärken. Mit Hilfe einer zurückhaltenden, bestimmten Gesprächstechnik wird Vertrauen in das eigene Denken und Empfinden zurückgegeben und der Weg bereitet für eine neue, selbstbejahende Weiterentwicklung.

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